Entwicklung und Geschichte von BBCOM

Der Start

 Als die erste Anwendung von BBCOM Ende 1990 in Betrieb genommen wurde, ahnte noch niemand, was einmal aus der damaligen "Freitexterfassung mit Titelzuordnung" entstehen würde.
Nachdem verschiedene Interessenten beim Hersteller angeklopft hatten wurde ein Entwicklungsteam gebildet und ein Konzept erarbeitet, welches das System auch für größere Anwendungbereiche einsetzbar machte.
Durch starke Zusammenarbeit mit den Anwendern wurde das System ständig erweitert und verbessert, Anregungen und Wünsche der Bibliotheken wurden eingearbeitet.

Die Entwicklung der DOS-Version

Mit dem gezielten Einsatz einer der modernsten und leistungsfähigsten Datenbanken ist es gelungen, das System selbst für größte Bestandsmengen bei gleichzeitigen extrem schnellen Zugriff auszulegen. Mit der entsprechenden Technik sind Bestandsmengen von über 1 Mio BE problemlos realisierbar.
Die Vorteile der angewendeten Datenbankarchitektur sind für den Anwender sofort sichtbar. So ist er in der Lage, selbst einzelne Wörter blitzschnell in den Erfassungstexten zu finden. Eine hohe Belastung des Netzwerkes wird aufgrund der modernen Client-Server-Architektur vermieden. Dadurch wird die Arbeitsgeschwindigkeit der anderen Arbeitsstationen selbst bei umfangreichsten Recherchen nicht eingeschränkt.

Spezielle Bibliotheksanpassungen
 Im Zusammenhang mit der Version 4.0x wurde ein Konzept für den Datenaustausch zwischen den Bibliotheken umgesetzt, mit dem die Möglichkeit besteht, ausgesuchte Bestände von Partnerbibliotheken zu übernehmen. Mittels MAB kann eine Übernahme von Fremdanbietern bzw. von freien Datenträgern (z.B. CD-ROM) erfolgen. Bei der Übernahme wird prinzipiell der Inhalt des Datenträgers zur Selektion angeboten.
Für Fachstellen und Vereine bietet BBCOMdie Möglichkeit, beliebige Fremdbestände zu führen, wobei die Zuordnung fremder Exemplare zu einmalig erfaßten Titel erfolgt. Damit ist jederzeit eine globale Auskunft über Regionalbestände möglich.

Die Ausleihe unter BBCOMwurde unter dem Gesichtspunkt der schnellstmöglichen Verbuchung gestaltet. Mittels Scannertechnik kann auf eine Benutzung der Tastatur nahezu verzichtet werden. Durch Erfahrungen bei der Anwendung wurde das System optimiert, es können Vormerkungsfunktionen und Selbstverbuchungen genutzt werden.

Der Aufstieg zur Windows-Version

 BBCOM stellt sich der Entwicklung im multimedialen Bereich! Die Entwicklungsplattform der 32-Bit- Applikation beinhaltet die Speicherung von beliebigen Daten zum erfaßten Titel. So kann der Nutzer z.B.die Ansicht des betreffenden Mediums aufrufen, es ist möglich Klang- bzw. Animationsbeispiele zu hinterlegen.
Bewährte Funktionen der DOS- Anwendung wurden auf BBCOM-Win32 übertragen, so z.B. die permanente Titelübersicht bei Recherche und Katalogisierung, die vielfältigen Datenaustauschmöglichkeiten, die Führung von Fremddatenbeständen sowie die Unterstützung des Einsatzes der Scannertechnik in der Ausleihe.
Ein großer Vorteil des Entwicklungskonzeptes ist die gleichzeitige Nutzung von DOS- und Windows- Arbeitsstationen über einen gemeinsamen Datenbestand im Netzwerk . Die Bibliothek hat damit die Möglichkeit, ein vorhandenes System stufenlos auszubauen. Es entfallen die hohen Kosten einer sofortigen Komplettumstellung.
Die 32-Bit Applikation läuft unter Windows 95 bzw. Windows NT, nutzt aber im Gegensatz zu einer 16-Bit-Anwendung alle (Geschwindigkeits-) Vorteile des Systems aus.